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  • AutorenbildTim Moskon

Demozug gegen Rechts - Ortsgruppe vor Ort

Wahnsinn! In Marl kamen am Samstag über 4.000 Menschen zusammen, um bei einem Protestzug zum Theater gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Intoleranz und für eine vielfältige Gesellschaft zu demonstrieren. Auslöser für die Demo in Marl und in vielen anderen Städten dieser Tage waren die Enthüllungen des Recherchenetzwerkes Correctiv, das über ein Geheimtreffen von AfD-Politikern, Rechtsextremen und Unternehmen berichtete. Hunderttausende Menschen haben in den letzten Tagen bereits Flagge gezeigt, Couch und Haus verlassen, haben bereits bundesweit gegen die Pläne zur Ausbürgerung von Menschen mit Migrationshintergrund protestiert.



Unter dem Motto „Marl zeigt Toleranz und Menschlichkeit“ hatte ein breites Bündnis aus Politik und Stadtgesellschaft zum Protest aufgerufen. Bei strahlendem Sonnenschein war der bunte Protestmarsch am Nachmittag vom Creiler Platz in der Stadtmitte gestartet.


Auch die Ortsgruppe Drewer 2 war reichlich vertreten. Ganz vorne dabei: Tanja Soschinski, Vorsitzende der OG Drewer 2.




Farbenfroh und laut machten Marler auf den Weg zum Theater. „Wir sind mehr!“ und „Nazis raus!“ tönte es lautstark durch die Straßen.


Auf dem Vorplatz des Theaters gab es Reden und Musikbeiträge. „Heute zeigen wir Demokratinnen und Demokraten gemeinsam klare Kante gegen Rechts“, rief Bürgermeister Werner Arndt den Teilnehmenden zu. „Marl hat keinen Platz für Rassismus!“ Der erste Bürger der Stadt Marl zeigte sich zutiefst schockiert über die bekannte gewordenen Themen in dem Geheimtreffen von AfD-Funktionären und Neonazis. Dieses Treffen signalisierte klar und deutlicher den je den Zweck der neonazistischen Interessengemeinschaft: Millionen Menschen aus Deutschland verdrängen zu wollen. Arndt: „Das lässt uns in Marl nicht kalt.“


Viele Menschen haben in Marl hart im Bergbau geschuftet, Hand in Hand mit Kumpel unterschiedlicher Nationalitäten unter Tage verbracht. Arndt: „Mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz haben Einwanderinnen und Einwanderer wesentlich zu unserem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand beigetragen. Ihre Kinder und Enkel sind hier in Marl geboren. Wir sind Nachbarn, Kollegen, Mitschüler und Sportskameraden.“ Arndt appellierte: „Mit der heutigen Demo setzen wir ein sichtbares Zeichen, dass wir Rechtsextremismus und antidemokratische Ideologien nicht hinnehmen. Und diesen Zusammenhalt brauchen wir mehr denn je.“




Weitere Redner waren unter anderem Landrat Bodo Klimpel und der Marler Bundestagsabgeordnete Brian Nickholz. Auch die Vorsitzenden der demokratischen Ratsfraktionen sprachen sich deutlich gegen Rechtsextremismus aus. Zum Abschluss spielten Peter Gesser und Jana Emmrich Marius Müller-Westernhagens Lied „Freiheit“ – es hätte nicht besser sein können.






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